Geschichte

Fast 50 Jahre Druckerei Hans Jentzsch

[ 1963 ] beschließen die Verleger Peter Linde und Hans Jentzsch, für ihren schon bestehenden Verlag eine Druckerei zu erwerben. Ihre Wahl fällt auf eine kleine Druckerei namens Alois Mally & Co. in Wien 5.

Die Druckerei Mally beschäftigt zu diesem Zeitpunkt 10 Mitarbeiter. Die neuen Geschäftsführer, Peter Linde und Hans Jentzsch, adaptieren den veralteten Maschinenpark und führen den Kleinoffsetdruck ein.

[ 1965 ] wurden die Räumlichkeiten schließlich zu eng, und so war es erforderlich, die Setzerei, einschließlich der Linotype Setzmaschinen, in einen Zweigbetrieb zu verlegen.

[ 1973 ] war es dann so weit – dem expandierenden Unternehmen wurde der Platz endgültig zu klein. Die Druckerei übersiedelte in die neuen Räumlichkeiten der Gartengasse 2, ebenfalls Wien 5.
Parallel mit der Übersiedlung an den neuen Standort wurde der Firmenname – nach dem Seniorchef – in Druckerei Hans Jentzsch & Co GmbH umbenannt.
Es folgte die Umstellung auf neue, zeitgemäße Technologien. Der Fotosatz und der Mehrfarbenoffsetdruck (eine Zwei- und eine Vierfarbdruckmaschine) wurden eingeführt. Die schon bestehende Weiterverarbeitung wurde ebenfalls modernisiert und ausgebaut.

[ 1989 ] erwarb die Familie Jentzsch den Linde Verlag – zu diesem Zeitpunkt der Hauptkunde der Druckerei. Bedingt durch die gute, in Folge noch intensivere Zusammenarbeit, ging das Wachstum beider Unternehmen weiter schnell voran.
Das veranlasste die Familie Jentzsch, abermals einen neuen Standort – für beide Unternehmen gemeinsam – zu suchen.

[ 1991 ] übersiedelten die Druckerei Jentzsch und der Verlag Linde in die Scheydgasse 24, im Industriegebiet Strebersdorf (Wien 21). Auch am neuen Standort setzte sich die positive Entwicklung beider Betriebe fort.

[ 1995 ] kaufte die Druckerei Jentzsch die Liegenschaft Scheydgasse 31 – von April 1995 bis zum heutigen Tag der Standort der Druckerei.

[ 2001 ] beteiligte sich die Druckerei an dem in Wien 7 ansässigen Druckvorstufenunternehmen press enter Schretzmaier GmbH. Durch diese Beteiligung wurde der Schritt in die digitale Druckvorstufengeneration – Computer-to-Film, Computer-to-Plate – eingeläutet.

[ 2002 ] übernahm die Druckerei sämtliche Anteile von press enter, als gemeinsamer Firmensitz wurde der Standort Scheydgasse 31 gewählt. press enter wird seither als Druckvorstufen-Profitcenter der Druckerei geführt. Die Druckerei wurde erheblich modernisiert (räumlich und technisch) und wird weiter zu einem zukunftsorientierten Qualitätsbetrieb ausgebaut, in dem mittlerweile rund 40 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Ende 2002 setzt die Druckerei Jentzsch mit dem Erwerb des in Wien 3 ansässigen Reprounternehmens Repro 14 (Pelz & Reinisch GmbH) einen weiteren Akzent. Mit diesem Schritt integriert die Unternehmensleitung einerseits das Repro-Know-how in die hauseigene Druckvorstufe, Jentzsch steigt damit vor allem aber auch in den Digitaldruck ein. Der Digitaldruck stellte zuletzt das Kernsegment von Repro 14 dar.

[ 2004 ] wird die Druckerei Profildruck in das Unternehmen eingegliedert. Somit bietet die Druckerei Jentzsch nun auch Digitaldruck in wesentlich größerem Umfang an. Am Standort Hintere Zollamtsstraße 3 im 3. Bezirk wird im DigitalCompetence Center von der „klassischen” analogen Schwarz/Weiß Kopie bis hin zu personalisierten Farbdrucken in hoher Auflage alles angeboten. Somit hat die Druckerei Jentzsch wieder einen Schritt gesetzt, um ihre Kunden noch schneller und umfassender betreuen zu können.

[ 2005 ] wird ein weiterer großer Schritt in Richtung Modernisierung gemacht. Die Druckvorstufe wird bereichert durch einen Computer to Plate-Vollautomaten und steigert so Produktivität, Qualität und Automatisierung.

[ 2006 ] steht im Zeichen der Prozessoptimierung. Durch den Einsatz neuer Softwaresysteme wird eine Optimierung des Workflows von der Kalkulation bis zur Endfertigung erreicht. Zusätzlich wird der Schwerpunkt in der Druckvorstufe auf Colormanagement gesetzt. Um auch für weitere Neuerungen und Erweiterungen gerüstet zu sein, wird an das bestehende Gebäude eine Lagerhalle mit über 1.000 Palettenstellplätzen sowie weitere Büroräumlichkeiten von fast 300m² angebaut. Zudem erhält die Druckerei Jentzsch als 1. Wiener Druckerei das PSO Zertifikat ISO 12647-2: So wird Qualität messbar und nachweisbar.

[2007] wird das Augenmerk auf die gesteigerten Bedürfnisse in unserer Produktionsleistung gesetzt: Seit Juni 2007 haben wir unseren Maschinenpark um ein 5-Farben-Offsetmaschine mit Lackwerk erweitert. So können wir unseren Kunden noch mehr Flexibilität und Schnelligkeit anbieten.

[2008] tragen viele kleinere Bausteine dazu bei, unseren Kunden Ihr Drucksorten-Management so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten und Ihnen die gewohnte Beratung und Produktions-Qualität und -Geschwindigkeit anzubieten! So gewährt zum Beispiel unser WebPortal unseren Kunden 24h einen direkten Online-Zugang gewähren: für Bestellung, Angebotseinholungen, Lagerstandabfragen u.v.m.
Die Druckerei Jentzsch präsentiert sich – um die Neuerungen auch optisch zu unterstreichen – in einem modernisierten Corporate Design (neues Logo) und mit einer klaren, unmissverständlichen Botschaft, welche die Kernkompetenz des Unternehmens Druckerei Hans Jentzsch & Co GmbH nachhaltig zum Ausdruck bringen soll: jentzsch:druckt
Jentzsch erhält als Vorreiter des klimaneutralen Druckens auf dem österreichischen Markt als 1. Druckerei das Zertifikat „Print CO2 geprüft“, und ist auch die 1. Druckerei, die von einer österreichischen Zertifizierungsstelle mit dem Doppelzertifikat „FSC“ und PEFC“ ausgezeichnet wird.

[2009] werden Leistung, Qualität und Service bei Mailings auch offiziell bestätigt. Die Druckerei Jentzsch wird im Juli mit dem Zertifikat „postzertifizierter Lettershop“ ausgezeichnet.
Wir sind uns unserer gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Verantwortung in dieser globalen Welt weiter bewusst und erhöhen daher auch unsere Anstrengungen den Markt hinsichtlich der Probleme im Bereich der Umwelt und des Klimas positiv zu beeinflussen. Im September 2009 wird die Druckerei mit dem Österreichischen Umweltzeichen – sowohl für Offsetdruck als auch elektrofotografischen Digitaldruck – ausgezeichnet.

[2010] bringen eine neue Heidelberg Speedmaster XL, eine neue Computer-to-Plate-Anlage und die Erweiterung der Schneidstraße die Druckerei Jentzsch wieder auf den allerletzten Stand der Technik. Diese Investitionen und neue, verschiedenen Software-Komponenten, sowohl im Prepress- als auch im Postpress-Bereich, verstärken die Leistungsfähigkeit sowie die Flexibilität in allen Bereichen der Produktion.
Durch höchste Qualitätsstandards, nachhaltige Produktion und umweltschonenden Einsatz von Ressourcen ist unser Betrieb Vorreiter bei der Erzeugung von CO2-armen Druckprodukten. Daher ist Jentzsch seit März 2010 klima:aktiv Projektpartner.

[ 2011 ] steigt die Druckerei Jentzsch komplett auf biologische Druckfarben um. Diese „Bio-Farben“ enthalten ausschließlich Materialien, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Biologische Druckfarben unterscheiden sich zudem von herkömmlichen durch den vollkommenen Verzicht auf Mineralölanteile, diese werden durch pflanzliche Öle ersetzt.
Zudem ist Jentzsch die erste Druckerei Österreichs, in der der Heidelberg Prinect Workflow nun mittels Job Definition Format (JDF) den direkten Datenaustausch zwischen Kalkulation, Druckvorstufe, Druck und Endfertigung ermöglicht. Die gesamte Beschreibung des Produktionsauftrags sowie detaillierte Angaben zu Layout und Produktionsschritten werden weitergegeben und auch Rückmeldungen ausgetauscht. Das verschafft nicht nur Jentzsch eine Nachvollziehbarkeit, sondern erhöht auch die Transparenz des Auftrags für den Kunden.
Um den Kunden noch mehr Möglichkeiten zur Qualitäts-Maximierung zu geben, wurde auch in der Druckvorstufe in zwei neue Technologien investiert:
Seit 2011 steht unseren Kunden das COLORMANAGEMENT zur Verfügung: Durch diese Technologie wird eine bessere Druckstabilität und Farbkonsistenz erreicht.
Ein weiterer Instrument zur weiteren Qualitätssteigerung ist nun der Einsatz des OBJECT-SCREENINGS, auch MULTISCREENING genannt: Das Werkzeug für objektbezogene Rasterung. Dies ermöglicht unterschiedlichen Objekten wie Text, Grafik, Bild, Bitmap, Farbverlauf individuelle Rasterungen zuzuweisen.

[2012]  ist Jentzsch auch durch das Bundesministerium für Wirtschaft mit dem österreichischen Staatswappen ausgezeichnet: Diese Auszeichnung soll besondere Leistungen eines Unternehmens für die österreichische Wirtschaft nach außen hin transparent machen.
Massive Investitionen in den Bereich Digitaldruck erweitern das Angebot und steigern einmal mehr die Produktivität im Hause Jentzsch: Der komplette Maschinenpark im Digitaldruck wird durch Hochleistungsproduktionsgeräte ersetzt und so nicht nur die Qualität sondern auch die Effizienz massiv gesteigert. Inline-Finishing wie z.B. Falzen oder Rückenheften ist sowohl auf der Schwarz/Weiß- als auch auch der Vierfarbmaschine möglich: So können wir nicht nur unsere Lieferzeiten verkürzen sondern auch interessante Preise anbieten.
Im Zuge dessen wurde auch die Software für variable Druckdaten auf den neuesten Stand gebracht: Neben den einfachen Adressierungen können nun auch z.B. Bilder einzelnen Personengruppen zugeordnet werden.

Anna Jentzsch und Axel Jentzsch sen.

Aktualisiert am 11. März 2012

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen